Mehr Spaß an der Fotografie Teil 1/5

Kreativloch, Motivationsloch, einfach keine Lust auf Fotografieren? Ganz gleich, wie Du es nennen möchtest, gehabt haben wir Fotografen es fast alle schon einmal. Kopf hoch, das geht vorbei. Und in diesem fünfteiligen Artikel möchte ich Dich auf dem Weg der Besserung ein wenig unterstützen! Mit fünf einfachen Methoden kannst Du Deiner Lust an der Fotografie neue Flügel verleihen und den Spaß an der schönen Angelegenheit zurückfinden. Doch gehen wir zunächst ein paar Schritte zurück.

Wie alles begann

Mein Weg zur Fotografie führte über die Langeweile. Vor vielen Jahren verließ ich meine norddeutsche Heimat, um beruflich im Rhein/Main-Gebiet neu durchzustarten. Mit wenigen Ausnahmen, wie zum Beispiel kolegen und neue Nachbarn,  kannte ich dort natürlich niemanden. Daraus resultierend war mir in der Freizeit häufig langweilig. Ich fuhr in die Metropole Frankfurt, gab sinnlos Geld aus, und saß oft einfach nur da, und beobachte die Menschen, die über die Einkaufsmeile schritten oder ein Eis in der Sonne aßen. Wenn man Menschen beobachtet, laufen die Dinge manchmal wie in Zeitlupe, und manchmal gar in einzelnen Bildern vor dem geistigen Auge ab. Es entstanden Bilder in meinem Kopf, die schön, spannend, witzig oder eindrucksvoll waren. Irgendwann kam mir der Gedanke diese Menschen in diesen Momenten zu fotografieren, und die Bilder aus meinem Kopf für immer festzuhalten.

Die erste Kamera war schnell beschafft. Ich hatte wirklich viel Spaß daran mich der Streetfotografie zu widmen. Ich fotografierte bei jedem Wetter, fuhr oft mehrfach in der Woche in die Stadt nur um der Sucht Fotografie zu frönen. Es gab lange Zeit nichts Anderes in meiner Freizeit. Ich freute mich montags schon auf Samstag, um wieder losziehen zu können.

Ich wurde besser, kaufte mir schnell eine neue Kamera, neue Objektive und so weiter. Irgendwann war ich an dem Punkt, an dem ich sagen konnte „Ich habe es verstanden“. Fortan gab ich mir weniger Mühe, nahm an vielen Fotografen-Treffen teil, fotografierte aber kaum noch Dinge mit Hand und Fuß. Irgendwann merkte ich das, und viel in ein kreatives Loch. Mit den neuen „Kollegen“ rumzualbern machte noch viel Spaß, aber das Fotografieren verkam zu einer Nebenrolle.

Wie bin ich da wieder rausgekommen? Ich habe vieles anders gemacht als vorher.

Gewohnte Pfade verlassen

Jeder, der mich als Fotograf kannte, der wusste „Hey, der macht Street“. Warum eigentlich? Weil ich nichts Anderes konnte, oder weil ich nur nie etwas anderes gemacht hatte? Es war an der Zeit das herauszufinden. Und genau das musst Du auch tun! Wenn Du bisher nur Landschaften fotografiert hast, versuche Dich an Autos, Deinem Hund oder nackten Menschen. Finde neue Motive, die Du bisher liegengelassen hast.

Ich gebe Dir ab heute genau eine Woche Zeit neue Motive zu entdecken, Deine Leidenschaft für etwas ganz Anderes zu finden. Und dann bekommst Du den nächsten Tipp für Deine Fotografie Motivation.

Denke nicht in Schubladen, geh vor die Tür. Nimm die Kamera mit. Mit nur einem Objektiv. Schau Dich um. Was an dieser Welt gefällt Dir. Wenn es die hübsche Nachbarin ist, ist das genauso ok wie, wenn es Würmer und Insekten sind. Versuche die Dinge zu fotografieren, die Dich interessieren und entscheide für Dich selbst, ob Dir diese Art der Fotografie Spaß macht. Nur wenn Du ein gutes Gefühl hast solltest Du dranbleiben. Andernfalls suche weiter.

Wir sehen uns in einer Woche!

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